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    nun gut, nicht ganz, aber emotional ist sie schon sehr weit weg.
    Ich bin seit 2007 hier Mitglied und war bis heute immer passiv, habe Beiträge gelesen und war oft getreu dem Motto: "es ist nicht wie Du glaubst, ich schaue mir nur die Bilder an" unterwegs. Dafür sollte ich mich bei Allen entschuldigen, ein solches Forum lebt vom Miteinander. Ich werde die Passivität nun ändern, in meinem Leben ist in den letzten Monaten so viel passiert, dass ich von Euch Hilfe brauche.

    Das ich schwul bin, weiß ich irgendwie schon seit der Grundschule. Ich erinnere mich, dass ich einmal einem Mitschüler in Gedanken aufs Klo folgen wollte, wusste aber mit sieben Jahren noch nicht warum und was ich dann dort tun wollte ;-) Trotzdem fühlte ich mich immer in der Gegenwart von Frauen sehr wohl und genau weiß ich nicht warum, aber in den 70ern und 80ern spielte Schwulsein irgendwie keine Rolle. Wir hielten sogar George Michael für Hetero und keiner hat jemals in Betracht gezogen, dass er und Andrew Ridgeley jemals ein Paar gewesen sein könnten. Es war einfach kein Thema, auch für mich nicht. Eine Beziehung ist zwischen Mann und Frau, irgendwann wird geheiratet, daneben gibt es nichts anderes. Außer einem anonymen Blowjob auf dem Klo eines Supermarktes gab es bei mir auch keine Berührung mit schwulem Sex.
    Dann traf ich sie. Bis zu dem Zeitpunkt habe ich nicht geglaubt, dass es Liebe auf den ersten Blick gibt und dass man sich von jemandem so hingezogen fühlen kann. 1 1/2 Jahre später waren wir verheiratet und bis auf die letzten 1 1/2 Jahre unserer Ehe lief alles schön. Wir sprachen viel miteinander, teilten alles und der eine wusste, was der andere will. Irgendwann ließ der Sex nach, aber das weiß man ja, in der Ehe ist das so, dachte ich zumindest. Schließlich haben viele Leute viel Geld investiert und stellen ständig Pornographie ins Internet. Dass ich ausschließlich Schwulen Pornos schaue und irgendwann auch bei Euch gelandet bin, spricht dann doch nicht ganz so für meine Hetero-Seite. Im Netz kann man finden, dass viele Heteros Schwulen Pornos schauen und wie Ihr wisst, sind sogar einige der Darsteller Heteros. So bekommt man die Kurve und kann auch weiterhin die eigene Sexualität verleugnen, das hat ganze 21 Jahre lang prima funktioniert. In den letzten 1 1/2 Jahren kam das, was man im Fernsehen immer als "es hat schon länger gekriselt" sieht. Sie arbeitet 50 bis 60 Stunden die Woche und wenn ich versuche, mit ihr darüber zu sprechen sagt sie nur: "ich bin halt fleißig". Sie will nicht verstehen, dass 60 Stunden nicht normal sind und das Problem auf Seiten des Arbeitgebers liegen. Ich war einmal Mitglied eines Betriebsrates und ich bin mir voll bewusst darüber, dass man die Arbeitseinteilung des Arbeitsgebers nur schwer ändern kann, aber wenn sich die Angestellten ausbeuten lassen, ändert der Arbeitgeber sich auch nicht. Ich habe sie immer gewarnt, dass sie sich selbstzerstörerisch verhält und aufpassen muss, was sie da tut. Bei ihr wurde alles Stress und alles musste von ihr erledigt werden, außer Dingen, die immer sie im Haushalt erledigt hat. Plötzlich musste ich Blumen gießen und Staub gesaugt hat sie schon ewig nicht mehr. Versteht mich bitte nicht falsch, ich habe zwar kein Talent zum Blumen gießen und Staubsaugen bringt mich nicht um, aber beide Dinge sind mit allen Dingen, die plötzlich ich machen musste Symptome des gleichen Problems. Ich denke, sie hat bei dem Stress einfach keine Zeit mehr dafür. Dafür ändern sich andere Dinge. Aus der Wenigtelefoniererin wird plötzlich jemand, die ständig mit Headset in den Ohren herumläuft. Plötzlich sendet sie 539 SMS im Monat. Plötzlich fängt sie an, Laufen zu gehen und hat einen Vertrag im Fitness Studio, dass sie jeden zweiten Tag aufsucht. Ihre Hosengröße ändert sich schlagartig von 32 Zoll auf 27 Zoll und sie nimmt weiter ab. Gesund sein wird das nicht. Sie hat seit Jahren große Darmprobleme, wem das was sagt: Leaky Gut Syndrom. Wie allgemein bekannt ist, ist Stress perfekt um den Darm endgültig aus dem Gleichgewicht zu bringen.

    Durch den Stress bedingt, so denke ich, ist es mit ihr schwierig geworden. Alles ist Stress, alles ist schwierig, alles ist anstrengend. Bei jeder Kommunikation wird genervt reagiert und irgendwann erträgt man dies nur noch schwer, man lebt nebeneinander nicht miteinander. Sie stellt mich zur Rede und ich darf mir anhören, dass ich die Quelle des Problems bin. Ich bitte sie, auch einmal die Situation von meiner Seite zu sehen, wenn man immer nur genervte Reaktionen bekommt, wird es schwer überhaupt noch zu kommunizieren. Ich ertappte mich, alles immer sehr vorsichtig anzusprechen und mit allem immer erst daran zu denken, wie sie reagieren könnte. Ich habe zu dem Zeitpunkt noch gedacht, dass ich ihr bei all dem Stress, den sie hat den Freiraum geben muss, sich über Gott und die Welt zu beschweren und auszutauschen. Jeden Abend war die Szene ähnlich, ich komme heim vom Zug pendeln, sie ist noch nicht da, obwohl sie im Ort arbeitet. Dann kommt sie und sie erzählt und erzählt und erzählt und lädt die Probleme bei mir ab. Ich habe dann angefangen, mich mit meinen Problemen zurückzuziehen. Sex? Fast gar nicht, aber mein Testosteronpegel war auch nicht mehr messbar. Lust auf Sex mit meiner Frau? Gar nicht, ich hatte komplett auf Handbetrieb umgestellt. Dem beherzten Eingreifen meiner Rheumatologin und meines neu hinzugekommenen Urologen mit der entsprechenden Supplementation hat mein Testosteron wieder normalisiert. Allerdings merke ich seitdem, dass ich Männern immer wieder auf den Arsch schaue. Auf die Beule vorne schaue ich schon immer (ach ja, Hetero?), Arsch ist aber neu.
    Im Dezember passiert es dann: unser Vermieter kündigt uns, weil seine Tochter die Wohnung will. Genau am Geburtstag meiner Frau bekommen wir drei Monate Zeit eine neue Wohnung zu suchen. Uns ist das auch gelungen, aber nur mit großem Zufall. Der Umzug wird geplant, eine Umzugsfirma gesucht und ein Termin festgelegt: 27. März. Durch den Termin waren unsere beiden Geburtstage und Weihnachten komplett hinüber, das erste Mal in unserer Ehe steht kein Baum in der Wohnung. Immerhin hängt da ein Plakat vom Grinch.

    Am 17. März ist es dann soweit, meine Frau ruft mich zu sich und mitten im Ausräumen verkündet sie mir, dass sie jemanden getroffen hat, mit dem sie es sich in Gedanken (Hä?) vorstellen kann, fremd zu gehen. Sie hätte mir auch mit voller Wucht mit einer Bratpfanne ins Gesicht schlagen können, ich glaube ich wäre weit weniger aus den Wolken gefallen. Ich war ehrlich gesagt nicht übermäßig überrascht, hatte ich so etwas doch erwartet. Da ich immer eine Nacht für eine Reaktion brauche, stellte ich sie Montag zur Rede und ich fragte sie, wie sie sich das nun vorstellen will. In meinem Kopf hatte der Typ die Wohnung betreten, sich hingesetzt und geht ersteinmal nicht wieder weg. In meinen Gedanken ist er immer dabei. Von ihr hörte ich den Satz, den ich gar nicht verstehen kann: "ich kann doch nichts dafür, es passiert einfach." Sie weiß nicht, dass ich meine eigene Sexualität verleugnet und sie geheiratet habe. Ich möchte auch nicht, dass sie das weiß, ich war glücklich mit ihr und ich habe sie aus tiefstem Herzen geliebt. Ich weiß allerdings selbst nicht, wie das funktioniert hat, vielleicht hat Einer von Euch eine Antwort dazu.
    Den folgenden Donnerstag, wir sind 6 Tage vor dem Einzug in die neue gemeinsame Wohnung, sagt sie mir Abends, dass sie keinen anderen Weg sieht, als die Ehe zu beenden. Ich war ganz ruhig, hatte ich dies ja schon geahnt und das Schlimmste ist, dass ich dieses Gespräch als Befreiung gesehen habe. Befreiung von dem Stress den meine Frau verbreitet und Befreiung von dem Gefängnis des Hetero seins. Natürlich wirft ihr Geständnis alles durcheinander. Die als Gemeinsam geplanten Räume sind nun zwischen den Parteien geteilt, der gemeinsame Hausstand muss aufgeteilt werden und es bleibt nichts anderes übrig, als zusammen in die Wohnung zu ziehen. Zu knapp ist die Zeit um etwas noch zu ändern. Dementsprechend sitzen wir hier auf Kisten mit teilweise unbekanntem Inhalt, da Teile der Wohung noch zusammen gepackt wurden. Das Ehebett ist verkauft, wir sitzen auf einem Matrazenlager in getrennten Zimmern. Um mich herum stehen Möbel, die nun anders als geplant gestellt werden müssen, ihr Zimmer ist voll mit Kartons. Ich hatte eigentlich schon am Montag vor dem Donnerstag in Immoscout eine Suche nach einer kleinen Wohnung geschaltet und wollte mir so schnell wie möglich eine eigene Wohnung suchen, aber meine Frau hatte von sich aus gesagt, dass sie sich etwas sucht, da sie Wohnung meinem Arbeitgeber gehört und sie der Auslöser ist.

    Eigentlich könnte ich zufrieden sein, 1 1/2 Jahre nach Beginn des großen Stress hat sie endlich verstanden, dass die Probleme auch (!) von ihr ausgingen. Ich konnte nichts tun, so lange sie das Problem in mir gesucht hat und nicht zugeben wollte, dass auch sie der Auslöser sein könnte. Natürlich sind immer zwei das Problem, in einer Beziehung sind beide Seiten Auslöser und Empfänger, aber ich bekam sie nicht dazu, dass sie beide Seiten sehen wollte, so blieb es an mir hängen.
    Mit dem 22. März (ich brauche immer eine Nacht) habe ich beschlossen, dass ich nun zu meiner Sexualität stehen werde und nicht mehr an einer Hetero-Beziehung interessiert bin. Problematisch für mich ist, dass alle ihre Kollegen von ihr von der Trennung schon Wochenlang wissen, ich es aber erst 6 Tage vor Umzug erfahren habe. Ich konnte nicht reagieren und da ich nicht viele (aktive) Freunde habe, ergab sich bisher für mich keine Gelegenheit, mit jemanden darüber zu sprechen.

    Hilfe!

    Gibt es hier im Forum jemanden, dem es ähnlich ging, d.h. jemanden der lange in einer Hetero-Beziehung gelebt hat und nun sich zu seinem Schwulsein bekennt?
    Wäre es bitte möglich, Kontakt zu schwulen Männern in Augsburg, München, Ulm oder Stuttgart und vielleicht sogar Salzburg zu bekommen? Ich möchte mit jemandem Reden, über das Schwulsein quatschen und einfach mal einen Kaffee oder besser ein Bier trinken gehen. In lockerer Runde, in der man sich nicht mehr verstecken muss. Wenn einer von Euch eine breite Schulter hätte, wäre ich glücklich, wenn ich mich eventuell mal anlehnen könnte. Meine Frau hatte mehr Zeit, sich vorzubereiten und sie hat sich auch schon Wochen bevor ich es wusste austauschen können. Kurioserweise hat ihre Frauenheilkunde-Heilpraktikerin, mit der sie auch befreundet ist, den Ausschlag für das Trennungs-Gespräch gegeben und ich bin ihr dafür dankbar. Ich dagegen hatte noch gar nicht die Gelegenheit, mich mit meinen beiden (ich habe immer Probleme, Beziehungen zu pflegen) guten Freunden austauschen können. Vor allem sind beide keine Personen, bei denen ich heulen kann und der Schwule Aspekt ist beiden fremd. Ich denke, beides wäre zu viel auf einmal, ich denke zumindest auch als schwul lebender Mann werde ich sie weiter als Freunde behalten können.

    Ach ja, ich hatte nach der Eheschließung ihren Nachnamen angenommen, laut Standesamt damals muss ich den auch behalten. Etwas wird immer bleiben.

    Ich hoffe, dass entgegen dem Klischee doch lange Texte gelesen werden.

  • #2
    Hallo, ich habe den Text gelesen, und wär ich um die Ecke , könntest du gerne jederzeit meine Schulter haben, bin aber aus dem Saarland, aber vor allem Hut ab, sich so zu öffnen. Und ich hoffe dass es bei dir ganz schnell aufwärts geht, du scheinst eine Art Mensch zu sein, die es leider nur noch ganz selten gibt. Ansonsten könne wir gerne aber schreiben oder uns über Handy austauschen.

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    • #3
      Auch ich habe Deine Zeilen gelesen und möchte Dir sagen ...Hut ab für die Offenheit. Es wird weitergehen und Du wirst Deinen Weg finden wenn Du Dich nicht versteckst. Gerne können wir uns weiter austauschen wenn Du magst.
      Lg
      Peter

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      • #4
        Auch ich habe den Text gelesen.
        Es gehen mir viele Gedanken durch den Kopf, allerdings keine, die für dich hilfreich sind. Ich bin auch nicht in deiner Situation. Jedenfalls nicht hetero, und nicht getrennt.

        Aber wenn zwei auseinandergehen, hat man oft das Gefühl, man müsse Partei ergreifen - obwohl man genau weiß, dass jeder der beiden seine Sichtweise als einzig richtige verkaufen will.
        Und so wie du es schilderst, denke ich: Mann, was ist diese Frau, die du immer noch verteidigst, ein Arschloch! Natürlich ist derjenige, der den ersten Schritt geht, derjenige am längeren Hebel... Und du scheinst ihr wirklich Gesprächsanlässe genug geboten zu haben, damit es nicht so weit kommen musste. Aber vielleicht war das schon zu spät.
        Andererseits: du meinst es vielleicht nur, aber vielleicht hast du ohne es zu ahnen auch Anlass gegeben zu einer Entfremdung. Das Unausgesprochene - vielleicht hing es schon die ganze Zeit in der Luft?
        Naja, wie gesagt, hilft dir nix. Vielleicht wäre ein Therapeut nicht die schlechteste Lösung.
        Kopf hoch!
        Beste Grüße
        Turnus
        Ihr seid herzlich willkommen, in meinem Album nach gut gespannerten Kerlen zu stöbern!
        Und Kommentare werden auch gerne gelesen ;-)

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        • #5
          wuschel , pe1 - ihr bekommt eine PM

          Turnus und alle anderen:

          Eine Antwort darauf zu finden ist schwierig. Schauen wir mal genauer hin:

          Sie zieht seit 1 1/2 Jahren ihre Ego-Nummer durch. Bei allem heißt es, sie muss etwas tun, sie muss dies, sie muss jenes - ich bin aus ihrem Reden und tun komplett entfernt worden - Punkt für sie.
          Wie oft habe ich von ihr den folgenden Satz gehört: "Ich hasse mein Leben!" - Punkt für sie. Oft habe ich geantwortet: "Dann ändere es." - Punkt für mich.
          Ich habe ihr vorgeworfen, dass sie sich mitten in der Midlife Crisis befände und es nur noch fehlt, dass sie sich einen Sportwagen kauft. Der Sportwagen ist eine Küche, die sie für über 11.000 Euro für unsere neue Mietwohnung kaufen wollte, mit einem Vertrag, der uns entweder 2.700 Euro Vertragsstrafe kostet zum Stornieren, oder ich erfülle den Vertrag doch noch - Punkt für sie.
          Interessanterweise hat Ihre Heilpraktikerin für Frauenheilkunde, die auch ihre Freundin ist, bestätigt, dass sie wohl so reagiert, wie sie es tut, um mich dazu zu zwingen, die Ehe zu beenden - Punkt für sie
          Noch interessanter, dass ich sechs Tage vor Umzug von Ihrem Trennungswunsch erfahre und ich nun eine 4-Zimmer Wohnung am Hals habe - Punkt für sie
          Schlimmer noch, dass alle in ihrer Umgebung davon seit Wochen wissen und ich bekomme keine Zeit dies zu reflektieren, da wir mitten im Umzug stecken - Punkt für sie.
          Heute hat sie mir mitgeteilt, dass sie auf die Hochzeit eines alten Freundes "jemanden mitbringen will". Unter Rücksicht auf meine Gefühle verstehe ich etwas anderes - Punkt für sie.
          Aber hätte sie nicht das Recht davon auszugehen, dass ich Hetero bin? Ich habe nichts vorgetäuscht, ich habe sie geliebt und sie war ja auch nicht die erste Frau in meinem Leben - allerdings die Letzte. Habe ich nicht mit meiner Situation billigend in Kauf genommen, dass die Beziehung irgendwann scheitern muss? Ich habe mich Zeit meines Lebens selbst belogen und alle anderen - Punkt für mich.

          Ich bin nicht der erste Mann, der in der Mitte seines Lebens seine Ehe beendet und sich zu seiner Homosexualität bekennt. Im Gegensatz zu uns allerdings geht dann die Initiative vom Mann aus und nicht von der Frau. Bei uns will die Frau die Ehe beenden und zu einem anderen gehen, von meiner Homosexualität weiß sie nichts - noch nicht. Das wird auf meinem Weg der schwerste Brocken.

          Sie scheint ihren Weg gefunden zu haben.

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          • #6
            ich hatte Dir ja schon eine PN geschrieben!
            Mehr und mehr denke ich, dass es - bei allem finanziellen Schaden - ein Glück ist, dass du endlich einmal ICH sagen kannst.
            Behalte die angenehmen Erlebnisse all der Jahre in deiner guten Erinnerung und versuche, die negativen Dinge aus dem Kopf zu bekommen.
            Vielleicht warten ja nun sehr nette Männer auf dich.... oder DER eine !

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            • #7
              Zunächst mal vielen Dank für die offene Schilderung Deiner ganzen Lebensgeschichte.

              Die Trennung hast Du wahrscheinlich nicht nur als Befreiung empfunden, es WAR eine Befreiung.

              Wenn Du so lange mit Deiner Frau glücklich gelebt hast und so in sie verliebt warst, hast Du mal in Betracht gezogen, bi zu sein? Vielleicht kommt das Wiedererwachen Deiner homosexuellen Seite ja einfach nur durch den langen Verzicht auf diesen Teil der Menschheit, von dem Du jetzt ebenfalls befreit bist. Dass Du keine Hetero-Beziehung mehr suchst, könnte der schlechten Erfahrung der letzten Jahre geschuldet sein. Ist aber nur so eine Idee, da ich die Theorie habe, dass die meisten Männer weder homo noch hetero sind, sondern irgendetwas dazwischen.

              Meine letzte Beziehung (bis vor etwa 12 Jahren) war auch mit einer Frau und es war die längste bisher. Nach der Trennung habe ich die Männerwelt für mich entdeckt, mag aber nach wie vor Frauen und finde sie (natürlich nicht alle) auch sexuell anziehend. Dass ich auch auf Männer stehe, ist mir seitdem erst bewusst, obwohl ich rückblickend auf mein früheres Leben feststellen muss, dass ich es früher hätte merken können. Nur, es hat mir nichts gefehlt.

              Insofern ging es mir nur so ähnlich wie Dir. Natürlich können wir uns trotzdem gerne schreiben, auch gerne per Mail (PN genügt). Treffen wird eher schwierig, da ich bei Frankfurt/Main lebe.

              Dass Du auch nach einer offiziellen Scheidung ihren Nachnamen behalten musst, halte ich allerdings für ein Gerücht.

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              • #8


                Zitat von tom2711 Beitrag anzeigen
                Die Trennung hast Du wahrscheinlich nicht nur als Befreiung empfunden, es WAR eine Befreiung.
                Ich habe es "freischwimmen" genannt, nur dass ich am anderen Ufer lande als das, an dem ich ins Wasser gegangen bin.

                Mir sei die Metapher bitte verziehen.

                Wenn Du so lange mit Deiner Frau gl�cklich gelebt hast und so in sie verliebt warst, hast Du mal in Betracht gezogen, bi zu sein?
                (...)
                Ist aber nur so eine Idee, da ich die Theorie habe, dass die meisten M�nner weder homo noch hetero sind, sondern irgendetwas dazwischen.
                Mit der Theorie bist Du nicht alleine. Ich habe früher schon einmal gelesen, dass alle Männer eigentlich Bi sind und sich die meisten aber auf Hetero festlegen. Würde erklären, warum dann doch einige schwule Erfahrungen machen können.

                Ich habe mich lange Zeit selbst belogen. Ich wollte immer nur mit einem Mann zusammen sein. Warum ich eine Frau geheiratet habe? Das versuche ich gerade herauszufinden, weil sie mich das irgendwann auch fragen wird und weil meine Umwelt das unausgesprochen wissen will. Der Frauenkörper wirkt auf mich nicht oder nicht oder nicht mehr attraktiv und hat es irgebdwie auch nie. Der Sex war mehr eine Pflichtübung und meine Gedanken waren bei schönen Boys.

                Was mich damals geritten hat, weiß ich nicht.

                Man bekommt aus dem Elternhaus mit, man muss heiraten -sagen einem die Eltern, die nur noch zusammengewohnt haben, wegen der Kinder...- und schwul gab es so nicht. Ich sage immer, dass wir ja sogar George Michael immer für hetero erklärt haben ☺

                Kontakt zu schwulen Männern hatte ich nie, das hätte mich umstimmen können, aber ich weiß von mir selbst, dass ich mich immer strikt von allem Homosexuellem ferngehalten habe mit dem Gedanken: "man könnte mich ja dabei erwischen."

                Ich habe nie verstanden, war um das Outing so ein Aufstand gemacht wird. Schwulsein sollte so normal sein wie Kaffeetrinken. Ist es aber immer noch nicht. Ich gabe den größten Respekt vor jedem, der sich outet und offen lebt.

                Ich habe mich zwei Kollegen gegenüber geöffnet und das war kein Problem. Aber was werden die anderen Kollegen sagen?

                Insofern ging es mir nur so �hnlich wie Dir. Nat�rlich k�nnen wir uns trotzdem gerne schreiben, auch gerne per Mail (PN gen�gt). Treffen wird eher schwierig, da ich bei Frankfurt/Main lebe.

                Dass Du auch nach einer offiziellen Scheidung ihren Nachnamen behalten musst, halte ich allerdings f�r ein Ger�cht.
                Ei so schwierisch ist des Treffen net, isch bin gebürtiger Taunide und muss immer wiedder für den Äppler Export nach Frankfurt kommen.

                Ich habe allerdings mein Glück gefunden und einen Mann getroffen, der mich liebt und den ich liebe. Ich gebe ihn nicht mehr her.

                Gesendet von meinem LG-H870DS mit Tapatalk

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                • #9
                  krass - wie schnell das doch gefluppt hat!
                  Viel Glück dann auch mit deinem Augenstern und auch mit dem Beenden deiner Ehe !

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